Produktentwicklung und SW-Management im Verbund

Dieser Blog richtet sich u.a. an mittelständische Unternehmen, die „intelligente“ Produkte herstellen wollen. Solche Produkte müssen auch Software auf verschiedenen Ebenen und Endgeräten integrieren.

Wir nehmen als Beispiel ein Kleidungsstück für Sportler, das über Sensoren und eingebaute intelligente Elektronik Leistungsdaten während des Trainings oder anderer Aktivitäten aufnimmt, aufbereitet und an ein Smartphone mit einer APP weiterreicht. Das erfordert einerseits „Embedded SW“ zur Steuerung der Elektronik und Sensorik. Auf dem Smartphone läuft andererseits eine korrespondierende SW für eine APP, die die grafische Darstellung der übermittelten Daten übernimmt und Empfehlungen an den Sportler ableitet.

Die Fortentwicklung solcher Produkte bedeutet die gleichzeitige Steuerung von Produkt-Entwicklung im Sinne laufend verbesserter Produkterzeugungsprozesse für greifbare, anwendbare „Dinge“ – hier des Kleidungsstücks mit integrierter, geschützter Sensorik und Elektonik – und die parallele Weiterentwicklung von Software. Eine solche Weiterentwicklung wird sich u.a. an einem zunehmenden Komfort für den Sportler und an neuen Fähigkeiten neuer Smartphones orientieren: So könnten Empfehlungen etwa auch über Sprachgeneratoren direkt per Kopfhörer an den Athleten weitergegeben werden. Ferner sollen in einer weiteren Version werden die eingehenden Daten verschlüsselt hinterlegt und für einen paketweisen, periodischen Export auf einen privaten (!), über das Internet zugänglichen Server aufbereitet. Dort wird dann eine Historie gebildet. Der Zugriff auf die historisierten Daten soll dann von von verschiedenen Endgeräten wie PCs oder Notebooks möglich sein.

Ich habe einen solchen Entwicklungsschritt, in der nächsten Abbildung verdeutlicht:

Natürlich kann eine solche Entwicklung zur besseren Kontrolle auch in mehrere Unterschritte unterteilt werden.

Unser Beispiel ist ein relativ einfaches; wesentlich komplexere Beispiele fallen einem sofort ein, wenn man etwa an den Bereich des Militärs oder an moderne roboter-gestützte Produktionsanlagen denkt.

In jedem Falle gilt, dass SW- und IT-Steuerungsverfahren wie Produktmanagement über längere Zeiträume (Jahre) hinweg Hand in Hand greifen müssen. Dabei ist die Produktvision immer auf das Machbare in überschaubaren Planungszeiträumen herunter zu brechen. Sprich:

Wir müssen von der Ebene der Produktplanung aus regelmäßig die Ebenen von SW-Projekten betreten oder (agile) Verfahren zur kontinuierlichen SW-Entwicklung/Anpassung wählen.

Als ein Element zur längerfristigen Gleichschaltung von Produkt- und SW-Entwicklung lohnt es sich dabei, einen Blick auf das Management von „Releases“ zu werfen. Produkt- und SW-Releases sind laufend aufeinander abzustimmen. Ein klug eingesetztes Release-Management wirkt dabei wie ein Scharnier zwischen den Welten des Produkt-Managements, des IT-Service-Managements und des IT-Projekt-Managements.

Wir vertiefen das in diesem Blog in verschiedenen Artikeln.

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