Freigeben bedeutet Filtern …

Wir hatten in einem vorhergehende Beitrag festgestellt, dass der Begriff des „Releases“ mit einer Klasseneinteilung von konkreten Produkten verbunden ist (s. Erste Eingrenzung des „Release“-Begriffes).

Um sich dem Release-Begriff weiter zu nähern, kann man flankierend auch die Bedeutung des englischen Wortes heranziehen: Release <> „Freigabe“. Es handelt sich hier um die substantivierte Form des Verbs „to release“ <> „freigeben“. Im Deutschen wird daneben aber auch die spezielle substantivierte Form „das Release“ verwendet; ein Kunstwort, das offenbar auf eine relativ konkrete Sache hinweist. Im Release-Begriff schwingen also operationelle Aspekte und konkret hinweisende Aspekte mit.

Etwas „freigeben“ in Bezug auf Produkte bedeutet:

Ein Produkt für einen bestim­mungs­gemäßen Gebrauch (Einsatzzweck) freizugeben.

Dahinter verbirgt sich offenbar ein Filterprozess; wir kön­nen ein Produkt ja auch nicht freigeben. Die Entscheidung zur Freigabe muss man aber an etwas festmachen. Releases habe also etwas mit überprüfbaren Anforderungen an ein Produkt zu tun.

Ein Release bezieht sich auf einen Katalog definierter Produkt-Eigenschaften; wir kürzen diesen Katalog auch für kommende Beiträge mit CRF („Catalog of Release Features“) ab. Ein Release setzt einen CRF voraus.

Ein solcher CRF-Katalog erlaubt die Einteilung von konkret erzeugten Produkten in unter­scheidbare Klassen. Ein Release entspricht somit einem Filter; auf konkrete einzelne Produkte angewendet führt er zu einer Menge an Produkten, die einem identischen oder zumindest ähnlichen Produktionsprozess entstammen und gleiche Eigenschaften aufweisen. Jedes release-konforme Produkt erfüllt die Anforderungen des CRF.

Im SW-Geschäft entspräche ein Release dann möglicherweise einer Schablone – genauer einem vorgegebenen Konglomerat aus SW-Dateien (und Installationsanweisungen). Die Implementierung führt zu einer SW-Anwendung (Produkt), welches den CRF erfüllen. Der Produktionsprozess (nicht der Entwicklungsprozess) reduziert sich dabei auf das Kopieren der Schablone und ordnungsgemäßes Installieren.

Ein „Release“ basiert also auf

  • einem CRF [Catalog of Release Features],
  • Schablonen für Produktionsprozesse,
  • Schablonen, die in der Produktion release-konformer Produkte zum Einsatz kommen.

Links zum Release-Begriff im Sinne einer Freigabe

https://www.merriam-webster.com/dictionary/release
https://www.dictionary.com/browse/release
https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/release
https://de.wikipedia.org/wiki/Release

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