Auf das Wesentliche in der IT-Steuerung besinnen ….

Warum ein Blog zu Release-Management?
In meiner Arbeit kommt man nicht umhin, drei Entwicklungen wahrzunehmen:

  • Die Vielfalt an Produkten, die auf SW-Funktionalität zurückgreifen, die man aus dem Bauch heraus aber gar nicht in der IT ansiedeln würde, wird heute immer größer. Produkt-Entwicklung ist heute vielfach schon gleichbedeutend mit SW-Entwicklung. Gerade innovative Unternehmen müssen sich sich daher mit Prinzipien der IT-Steuerung auseinandersetzen.
  • Im Arbeits-Umfeld von SW-Dienstleistern häufen sich unterschiedliche Frameworks, auf die man in Angebotsprozessen und bei der Entwicklung von individual-SW-Lösungen frü Kunden Rücksicht nehmen muss oder Rücksicht nehmen sollte. Je nach Kunden und deren IT-Vorhaben ist ein Spektrum von dedizierten Projektmanagement-Verfahren bis hin zu Verfahren des Service-Managements und der Steuerung des operativen Betriebs ins Auge zu fassen. Nicht selten kollidieren dabei Ansprüche und Begrifflichkeiten der verschiedenen Frameworks.
  • Innerhalb vieler Firmen konkurrieren agile Verfahren wie SCRUM und Kanban mit konventionellen Vorgehensmodellen. Die agilen Verfahren werden dabei von bestimmten IT-Sparten getrieben. Vielfach kommt es dabei zum Clash mit strategisch operierenden Abteilungen, die Investments zu verantworten haben.

Leider deckt kein einziges IT-Framework heute alle Bereiche der IT-Steuerung ab und keines ist in sich völlig widerspruchs- und verwerfungsfrei. So erlebt man denn als Berater immer wieder größere und kleinere Schwierigkeiten bei Unternehmen, den roten Faden im Wust aus Begrifflichkeiten und Management-Ansätzen der verschiedenen Frameworks zu erkennen und die richtigen Schlussfolgerungen für anstehende Steuerungsprobleme zu ziehen .

Ein Schlüsselerlebnis hatte ich als Teilnehmer an einem SCRUM-Kurs, in dem eine andere Teilnehmerin einen Zugang zu einer langfristigen Planung, wie sie im eigenen Unternehmen erwartet wurde, suchte – aber nicht angeboten bekam. In der Pause meinte ich dann, dass es zumindest gemäß einiger Autoren keineswegs so sei, dass SCRUM einem längerfristigen Produkt- und Release-Management im Wege stünde, allerdings unter etwas anderen Vorzeichen als bei einer konventionellen Planung. Ein Blick in eines der Bücher, die ich selbst zur Vorbereitung genutzt hatte, half das zunehmende Unwohlsein der Kollegin zu beseitigen.

Sucht man nach Brücken zwischen unterschiedlichen Frameworks, die unterschiedliche Phasen des SW- und Produkt-Lifecycles abdecken, kommt aus meiner Sicht dem Release-Management eine besondere Rolle zu.

Dieser Blog soll deshalb dazu dienen, das Release-Management aus verschiedenen Blickwinkeln der IT-Steuerung zu beleuchten. Ich werde dabei gewonnene eigene Erkenntnisse, gerne aber auch Beiträge anderer, in einem Buchprojekt verarbeiten. Auf ein Copyright an verschiedenen Elementen und Grafiken kann ich daher leider nicht verzichten.

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